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Bore-out - Krank durch Unterforderung

Nicht nur Burn-out, auch Bore-out machen Menschen krank und sind Kostenfaktoren für Unternehmen und Krankenkassen.

Frau gelangweilt im Home-Office am Laptop

„Burn-out" ist in den letzten Jahren zu einem häufig genannten Begriff geworden. Nicht nur Talkshows, Fernsehmagazine und Unternehmen beschäftigen sich regelmäßig mit diesem Thema. Immer mehr bekannte Persönlichkeiten aus Sport, Politik und Showbusiness „outen" sich selbst, aufgrund psychischer und beruflicher Überlastung in einen Erschöpfungszustand gelangt zu sein.
Weitaus seltener hören wir von dem Gegenpol dieses Phänomens, dem Bore-out-Syndrom. Es führt zu ganz ähnlichen Symptomen. „Ebenso wie eine permanente Überlastung können uns auch Unterforderung, Langeweile und fehlende Erfolgserlebnisse unter Stress setzen - und mit der Zeit zu gravierenden psychischen Problemen führen", weiß der Psychologe Benjamin Martens von psycheplus. Und die wenigsten ändern diesen Zustand. Auch die ständig Unterbeschäftigten betonen, wie aufreibend ihre Tätigkeit ist; denn Stress ist sozial anerkannt.
Zu Bore-out kann es auch bei unerwünschter Arbeitslosigkeit kommen: Wer seinen Arbeitsplatz verliert, steht plötzlich vor dem Aus. Es fehlen Einkommen, die Kollegen, die Aufgabe und die Anerkennung. Was wir dann zu viel haben, ist Zeit im Übermaß, die belastet.

Bore-out-Risikofaktoren auf einen Blick:

Bei Mitarbeitenden in Organisationen und Unternehmen:

  • Unterforderung
  • Langeweile
  • Desinteresse

Bei Arbeitslosigkeit kommt noch dazu:

  • Wegfall von Anerkennung und Selbstwerterleben
  • Verlust der gewohnten Struktur und Handlungsspielräumen
  • Finanzielle Einschnitte
  • Unzureichende Kompetenz zum Umgang mit der Mehrzeit, einschließlich jener mit der Familie zusammen
  • Sozialer Abstieg
  • Evtl. sinnlose Übergangsbeschäftigungen
  • Angst wegen Perspektivenlosigkeit

Quelle: http://mymonk.de/ und https://www.psycheplus.de/